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Monday 21 May 2012
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Chident GmbH
Durchmesserreduzierte Implantate
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8804933d83Fast alle Hersteller bieten neben Implantaten mit Standarddurchmesser auch durchmesserreduzierte Implantate an, die in drei Gruppen unterteilt werden: 1) durchmesserreduzierte ein- oder zweiteilige Implantate für die Kronen- und Brückenprothetik, 2) einteilige Mini-Implantate zur Stabilisierung von Prothesen, 3) provisorische Implantate. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen und der praktischen Bewertung durchmesserreduzierter konventioneller Implantate.
Die ersten kommerziell weiter verbreiteten enossalen Implantate vom Typ Brånemark wurden mit einem Durchmesser von 3,75 mm angeboten. Seitdem gelten die Durchmesser von 3,75 mm bis 4,5 mm als Standard („Regular"). Dickere Implantate bekommen die Zusatzbezeichnung „Wide“, schmalere Implantate heißen „Small Platform“, „Small Diameter“ oder „Narrow Diameter“ (NDI = Narrow Diameter Implant). Dabei gehen die Auffassungen der einzelnen Implantathersteller weit auseinander, was ein „Small Diameter“ ist. Außerdem ist zwischen dem Durchmesser der prothetischen Plattform und der Dicke im krestalen Implantatkörperbereich zu unterscheiden. Im Zeitalter des Platform Switching stimmt die prothetische Plattform nicht immer mit dem Implantatdurchmesser überein. Als 1991 die ersten „Wide Body“-Implantate entwickelt wurden, existierten zunächst noch keine entsprechenden Abutments. Also wurden Abutments von Standarddurchmesser-Implantaten benutzt. Bei der routinemäßigen Röntgenkontrolle nach einem Jahr fiel auf, dass der generell akzeptierte krestale Knochenabbau von ca. 1,5 mm, der im ersten Jahr an allen prothetisch versorgten Implantaten auftritt, hier stark reduziert oder gar nicht nachweisbar war. Da die prothetische Plattform nicht übereinstimmte – man hatte ja die Abutments einer schmaleren Plattform auf eine breitere Plattform gesetzt – sprach man vom „Platform Switching“ [8]. 2010 ist das Platform Switching in fast allen neueren Implantatdesigns eingearbeitet. Allerdings nimmt man nicht mehr die Abutments einer anderen Plattform, vielmehr ist in den korrekten Abutments ein Zurückweichen des Abutmentkörpers gegenüber der Implantatschulter eingeplant [2]. Dazu kommt, dass die ersten Implantate zylinderförmig waren. Inzwischen gibt es auch wurzelförmige Implantatkörper, sodass festgelegt werden muss, wo der Durchmesser bestimmt werden soll.

Während die Standard- und die „Wide Body“-Implantate gut dokumentiert sind und ohne Zweifel problemlos eingesetzt werden können, herrscht bei durchmesserreduzierten Implantaten immer noch Unsicherheit. Die Krafteinleitung in den Knochen, die mögliche Bruchgefahr und die Belastbarkeit bei größeren Brücken sind Diskussionspunkte. Eine Durchsicht der verfügbaren Studien zeigt jedoch, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit, die Bruchgefahr und der initiale Knochenabbau im Bereich von Standarddurchmesser-Implantaten liegen [1, 3, 4, 12]. Auch die Kombination mit Knochenaufbaumaterialien scheint zu funktionieren [6]. Bei den durchmesserreduzierten Implantaten ergibt sich ein Problem: Bei Durchmessern von 3,0 mm ist ein Platform Switching nicht mehr möglich, da sonst das Abutment zu schmal bzw. die Kontaktfläche zum Implantat zu gering würde. Damit tritt das Problem des initialen Knochenabbaus im ersten Jahr nach Implantation wieder in den Vordergrund [1]. Bei Standarddurchmesser-Implantaten konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden, dass eine Laser-Mikrotexturierung des Implantathalses (Laser-Lok) den Knochenabbau verhindern oder zumindest stark einschränken kann [10, 11]. Daraufhin wurden durchmesserreduzierte Implantate entwickelt, die ebenfalls diese Mikrotexturierung besitzen.
Generell können schmale Implantate in drei Gruppen eingeteilt werden:

1. Durchmesserreduzierte klassische Implantate, die für die Kronen- und Brückenprothetik, aber auch der Befestigung von Prothesen dienen können. Diese ein- oder zweiteiligen Systeme benötigen das gleiche Instrumentarium und die gleiche Vorgehensweise (ein- oder zweizeitig) wie Standard-Implantate.

2. Einteilige Mini-Implantate („Very Small Diameter" oder „Mini-Diameter“) mit Durchmessern unter 3 mm für Overdenture-Versorgungen [5]. Neuere Berichte sollen belegen, dass dieser Implantattyp auch für festsitzenden Ersatz einsetzbar ist [7]. Hier ist nur ein einzeitiges Vorgehen möglich, die Belastung muss sofort erfolgen.

3. Provisorische Implantate, die dem Patienten ein festsitzendes Provisorium während der Einheilphase der klassischen Implantate bieten sollen. Durch die Fortschritte bezüglich der Sofortbelastung fristen sie nur noch ein Schattendasein.


Durchmesserreduzierte klassische Implantate wurden ursprünglich für schmale Zahnlücken (untere Frontzähne, obere seitliche Schneidezähne) entwickelt. Sie sind jedoch auch für den Zahnersatz bei reduziertem horizontalem Knochenangebot geeignet [3]. In der folgenden Kasuistik wird von einem Laser-mikrotexturierten durchmesserreduzierten Implantat berichtet, das trotz Nekrose des Lappens keinen Rückgang des Hart- oder Weichgewebes um den Implantathals aufwies.
weiterlesen unter:  http://www.zp-aktuell.de/praxis/implantologie/story/update-durchmesserreduzierte-implantate.html
(Quelle : Dr. Marc Hansen,
gesehen bei ZP – Zahnarzt und Praxis)

 
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